Feuer in den Schulen St. Michael
Kloster und Kirche blieben verschont
Sonntag 30. August 2026
Berichte
Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,
vielen Dank für alle Nachfragen und Meldungen Ihrerseits, angereichert mit großem Mitgefühl. Inzwischen hat sich im Konvent die Lage beruhigt, wenngleich der Brand in einem der Schulgebäude weiterhin Thema Nummer 1 ist. Dank auch für alle HIlfsangebote, aber das Kloster und die Kirche sind ja gottlob verschont geblieben, weswegen wir kaum materielle Schäden haben – Ausnahme: Die Feuerwehr hat vorsorglich auf dem Dachboden des Klosters alle Lüftungskanäle aus den Bädern gekappt, um für die Ableitung der Rauchgase übers Dach zu sorgen. Die Kräfte der Feuerwehr standen in voller Montur, mit Maske und mit Sauerstoffflaschen auf ihren Rücken, über sechs Stunden zu acht bei uns im dritten Obergeschoß und warteten quasi auf das Feuer – sie bildeten eine sogenannte „Brandmauer“. Wenn es noch näher gekommen wäre, hätten Sie bei uns die Decken aufgerissen und dem Feuer löschend entgegengewirkt. Das war eine extrem faszinierende Logistik, wenn nicht alles so beängstigend gewesen wäre… Wir mussten alle schnell das Wichtigste zusammenpacken und das Kloster verlassen. Saßen dann stundenlang im benachbarten Eiscafé und hofften auf Rückkehr, aber die Rauchgasbelastung im Haus und der bis zum Abend noch nicht gelöschte Brand machten meine diesbezügliche Hoffnung zunichte. Ich hatte gar nichts dabei, weil ich die Feuerwehrleute durchs Haus begleitet habe, um ihnen die Örtlichkeiten zu zeigen. Als ich dann sozusagen ein „zweites Hemd“ holen wollte, durfte ich nicht mehr ins Gebäude, es war wegen der Brandgefahr polizeilich gesperrt worden. Erst gegen Abend, bevor wir zu den Schwestern der Christlichen Liebe weitergezogen sind, um dort zu übernachten, habe ich mit polizeilicher Erlaubnis und Geleitschutz durch den Einsatzleiter der Feuerwehr in meine Zelle gehen und ein paar Sachen zusammenpacken dürfen. Ich wusste ja nicht, ob das Kloster am nächsten Morgen auch in Schutt und Asche liegen würde. Es wurde die ganze Nacht über weitergelöscht, insgesamt über 24 Stunden lang. Dann wurden die Gebäude stündlich über Drohnen mit Wärmebildkameras überwacht und permanent Glutnester gelöscht, so ging das den ganzen zweiten Tag weiter. Bald bekamen wir dann die Erlaubnis zur Rückkehr. Lüften war kontraproduktiv, weil es bis Freitag, als es etwas regnete, draußen noch mehr als im Innern des Klosters stark nach Rauch roch.
Seitdem ist eine Firma am Werk, die damit angefangen hat, im betroffenen Schulgebäude den Rückbau vorzunehmen. Der Wasserschaden wird das größte Problem sein. Wie es in der Schule weitergeht? Für die Räume, die durch den Brand entfallen, werden durch den Schulträger, dem Erzbistum Paderborn, die leerstehenden Räume der städtischen Von-Fürstenberg-Realschule angemietet. Außerdem sind hier auf dem Gelände der Michaelsschulen weitere Gebäude vorhanden, sodass der Schulbetrieb am 2.9.2026 wieder aufgenommen werden kann.
Danke nochmals allen, die uns in den latzten Tagen ihr Gebet und ihr Mitgefühl geschenkt haben!
Sr. Laetitia Eberle
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