Aktuelles (Chroniken)

Ohne Gott können wir nichts tun. Ohne Menschen möchte Gott nichts tun.

hl. Augustinus (354-430)

Weihnachtsbrief und Klosterchronik 2017

Weihnachten – Geburt Jesu Christi / Gott kommt in sein Eigentum – nimmt Wohnung unter uns / Er bricht sich Bahn – schenkt sich selbst / Im Tabernakel – bleibend gegenwärtig / Gottesgeburt – hier und jetzt / Herz des Menschen – Heimat für das Geheimnis


Sonntag 24. Dezember 2017
Chroniken


Weihnachtswünsche

„Heute sollt ihr wissen, dass der Herr kommt. Und morgen werdet ihr schauen seine Herrlichkeit.“ So begann heute Morgen das erste gemeinsame Gebet im Konvent.

„Heute ist uns der Heiland geboren. Heute ist der wahre Friede vom Himmel herabgestiegen.“ So der Eröffnungsvers der Christmette. „Heute ist uns der Retter geboren!“ So hörten wir es vor dem Evangelium und im Evangelium selbst. Das ist frohe Botschaft! „Heute!“ – das zentrale Wort, das die Liturgie dieses ganzen Tages durchzieht. Heute feiern wir den Geburtstag des Sohnes Gottes, feiern wir die Menschwerdung Jesu. Heute öffnen wir unser Inneres, damit der Ersehnte, der Erwartete einzieht, damit das Wort Gottes im eigenen Herzen Fuß fassen kann.

Jesus, der menschgewordene Sohn Gottes, ruft uns ins Heute.

Es ist kein Gott von vorgestern und die Engel verkünden auch keinen Schnee von gestern. Sie rufen den Hirten zu: „Fürchtet euch nicht!“ Das ist ein Aufruf, den jeder von Zeit zu Zeit als Ermunterung gut vertragen kann. Besonders dann, wenn das Wasser bis zum Hals steht. „Fürchtet euch nicht“ – Heute ist euch der Retter geboren.

Fürchtet euch nicht vor dem Morgen! Fürchtet euch nicht vor denen, die mächtig daherkommen. Fürchtet euch nicht vor dem, was euch persönlich bedrängt und euch das Herz schwermacht. „Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch.“ Wie es im 1. Petrusbrief heißt.

Wir feiern die Geburt des Herrn, feiern die Geburt des Lebens und feiern seine bleibende Gegenwart.

Heute gedenken wir der Geburtsstunde unserer Ordensgemeinschaft vor 420 Jahren in einer kleinen lothringischen Stadt. In der Weihnachtsnacht folgten fünf junge Frauen dem Ruf Gottes und gründeten unseren Orden. Aus einem kleinen Hoffnungspflänzchen wurde eine große Sache, die weder vor Landesgrenzen noch vor menschlichen Widrigkeiten Halt machte! Das göttliche Kind galt es groß zu machen in den Herzen junger Menschen.

Heute noch wirkt diese Initialzündung weiter.

Im Heute des Menschgewordenen kann alles anders werden – auch heute! Lassen Sie sich anstecken von weihnachtlichem Jubel, weihnachtlicher Freude – heute.

Dies wünsche ich Ihnen und Ihren Familien von ganzem Herzen – gesegnete Weihnachten!

Ihre Sr. M. Ancilla Ernstberger


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